Mustis zweiter Bericht aus Angers, France

Die erste Tage in Angers waren ziemlich hart

Nicht nur dass ich mehr mit den Händen als mit den Füssen gesprochen habe, auch das Lernen war ziemlich hart

Viereinhalb Stunden Sprachunterricht sind halt doch kein Pappenstiel! Nach einer Woche geht es schon recht gut mit dem Reden

Meine Fragen und Wünsche kann ich schon recht gut äussern, aber mit den Antworten happerts

Die reden mir einfach zu schnell

Das muss sich ändern!!! Zum Glück gibt sich meine Gastmutter sehr viel Mühe und wiederholt es auch noch ein drittes Mal, wenn es sein muss

Das Französisch an sich ist ja schon eine komische Sprache

Meine neue Regel lautet: Vergiss es irgendwelche Regeln zu lernen, es gibt sowieso mehr Ausnahmen als du dir vorstellen kannst

Sei es beim Deklinieren (die Hälfte der Verben ist sowieso unregelmässig), bei der Aussprache ( mal werden Buchstaben zusammengezogen, dann mal wieder nicht; und keiner weiss warum)

Wahrscheinlich haben die Franzosen sogar für die 10 Gebote Ausnahmen: Du sollst nicht ehebrechen, es sei denn die Nachbarin

Was das Thema Kneipen und Essen angeht, muss man sich hier auch umstellen

Es schmeckt alles ganz Klasse, vor allem werde ich hier moules frites (gekochte Miesmuscheln mit Pommes) essen, aber es gibt da so ein paar Dinge

Cafe au lait heisst hier cafe creme, und die Kaffehaferl gibt es auch nicht, das sind halt etwas grössere Kaffetassen

Wer hier ein Sandwich bestellt bekommt ein etwa 30 cm langes Baguette, aufgeschnitten und belegt (für den kleinen Hunger zwischendurch)

Und vor allem: Das Bier ist gut teuer

Ein Viertel Liter Hausbier kostet etwa 11 F = 4 DM

Das ist gewöhnungsbedüftig! So, ich würde sagen, das reicht fürs erste

Ich hoffe ich habe Euch jetzt keine zu schlechten Eindurck von Angers geliefert

Es gefällt mir hier schon sehr, aber man bemerkt halt zuerst die Unterschiede!!
A bientôt MUSTI

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